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„Sterne des Sports“ für Inklusion

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Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbands am Rande der Veranstaltung zur Verleihung der "Sterne des Sports":

Frechen (Behindertensport-News.de) - „Es ist beeindruckend und beispielhaft zugleich in wie vielen Sportvereinen der gemeinsame Sport von Menschen mit und ohne Behinderung zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Damit liegen die Sportvereine nicht nur am Puls der Zeit sondern geben vielen Menschen in der Republik ein Beispiel dafür, dass einfach nur machen oftmals besser ist, als unendlich lange darüber zu reden“.

Bei der Verleihung der Preise „Großer Stern des Sports“ in Berlin ist sichtbar geworden, dass Inklusion kein Randthema ist, sondern im Alltag eine zunehmende Rolle spielt. Für die meisten der 18 Preisträger sind Konzepte zur Integration von Menschen mit Behinderung eine Selbstverständlichkeit. Der „Große Stern des Sports“ wurde am Dienstag von Bundeskanzlerin Angela Merkel überreicht.

Einen „Stern des Sports“ bekam die Sportvereinigung Ahorn 1910 e.V., der Fußballtalente mit geistigen Handicaps in den normalen Spielbetrieb integriert. Eine Fußballmannschaft einer Förderschule in Coburg (Bayern) wurde in den Verein aufgenommen und nimmt am regulären Spielbetrieb teil. Auch der TSV Westerland/Sylt (Schleswig-Holstein) von 1883 e.V. wurde mit einem „Stern des Sports“ prämiert, weil es ihm gelungen ist, gemeinsam mit der Lebenshilfe Sylt e.V. Menschen mit Handicaps in die Sportförderung einzubeziehen.

Für seinen gelungenen Beitrag zu Inklusion wurde das avendi Team e.V. aus Dessau (Sachsen-Anhalt) prämiiert, das der Idee der „Run and Roll“-Teams zum Durchbruch verholfen hat. So werden beim Mitteldeutschen Marathon in Halle Rollstuhlfahrer von nichtbehinderten Läuferinnen und Läufern begleitet. Für die barrierefreie Integration von Schwerstkranken und -behinderten in das sportliche und gesellschaftliche Leben erhielt der SV Karlsbrunn e.V. (Saarland) den „Stern des Sports“. Der Verein setzt sich dafür ein, dass die Patienten einer benachbarten Klinik am Dorf- und am Vereinsleben teilnehmen können.

Ein weiterer „Stern des Sports“ ging an den Verein für Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück e.V. (Niedersachen). Er verfolgt das Ziel, Menschen mit und ohne Behinderung für Bewegung, Sport und Spiel zu ermutigen und zu begeistern und erfüllt damit den Inklusionsgedanken mit Leben. Der Wassersport PCK Schwedt e.V. (Brandenburg) hat sein Angebot im Kanu- und Rudersport für behinderte Sportlerinnen und Sportler geöffnet. Bei den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro (Brasilien) werden erstmals Teilnehmer aus Schwedt im dann neuen Wettbewerb Paracanoeing an den Start gehen.

(DBS)

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