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Paralympics 2012

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Paralympics 2012 - Foto: (c) Paralympics - IPC Paralympics 2012 - Foto: (c) Paralympics - IPC

Paralympics 2012 in London: Vom 29. August bis 9. September 2012 werden in diesem Jahr die Paralympischen Sommerspiele in London ausgetragen.

Erfurt (Behindertensport-News.de) - Zum insgesamt 14. Mal treffen sich die Behindertensportler um ihre Sieger zu küren. Die Spiele kehren heim. Denn bereits 1948 organisierte Sir Ludwig Guttmann Versehrten Sportwettkämpfe nach dem zweiten Weltkrieg. Diese wurden im englischen Stoke - Mandeville ausgetragen. Zu den Sommerspielen 2012 wird die Teilnehmerzahl so groß, wie noch nie sein. Insgesamt werden 4200 Athleten aus über 150 Ländern in London an den Start gehen.

Damit wird die Rekordzahl der letzten Paralympics noch einmal getoppt. Vor vier Jahren nahmen 4124 Sportler aus 148 Ländern an den Spielen in China teil. Seit 1960 messen sich Sportler mit einer Behinderung regelmäßig mit den anderen Nationen und seit 1992 werden die Paralympics immer drei Wochen nach den Olympischen Spielen, am selben Ort ausgetragen.

Der Begriff Paralympics wird allerdings erst seit der Olympiade 1988 in Korea verwendet. In früheren Zeiten setzte sich der Name noch aus den Wörtern "Paraplegic" = gelähmt und "Olympic" zusammen. Um aber die Nähe zu den Olympischen Spielen zu symbolisieren und zu zeigen, dass auch Sportler mit anderen Behinderungsarten daran teilnehmen, setzte man den Begriff neu zusammen. Heute wird er aus dem griechischen Wort "Para" = neben und "Olympics" gebildet. So fielen Bezeichnungen wie "Weltspiele der Gelähmten" oder "Olympiade der Behinderten" weg.

Wie bereits erwähnt gab es 1948 die ersten Sportspiele für Rollstuhlfahrer. In Rom fanden dann 1960, einige Wochen nach den Olympischen Spielen, die ersten "Weltspiele der Gelähmten" statt. Seitdem gibt es die Paralympics immer im selben Jahr, wie die Olympischen Spiele. Im Jahr 1976 gab es dann auch erstmals die Paralympischen Winterspiele. Dieses fanden bei ihrer Premiere in Schweden statt. 

Es war aber nicht immer leicht, für die behinderten Sportler. Meist standen sie im Schatten der Olympischen Spiele. So konnten die Spiele 1984 nicht in Los Angeles ausgetragen werden. Die Spiele wurden aufgeteilt und in Stoke und der New Yorker Gemeinde Hempstead ausgetragen. 

Seit 1988 gibt es die Paralympischen Spiele aber am selben Ort, wie die anderen Olympischen Spiele. Am 19. Juni 1991 gab es ein Abkommen zwischen dem IPC (Internationale Paralympische Komitee) und dem Internationalen Olympischen Komitee. Darin wurde dieses dann ab den Sommer Paralympics 1992 festgeschrieben.

Aber bereits 1996 blamierte sich die USA kräftig, weil trotz der Vereinbarung, die Einrichtungen für die Sportler nach den Olympischen Spielen bereits wieder abgebaut wurde. Die Paralympics mussten in Ruinen ausgetragen werden. Mittlerweile müssen alle Städte, die sich für Olympia bewerben, auch die Paralympics in ihre Planungen mit einbeziehen, damit so etwas nie wieder passiert. 

In insgesamt 20 Sportarten werden die Athleten bei den Sommerspielen gegeneinander antreten. Dazu zählen:

*Bogenschiessen, *Leichtathletik, *Boccia, *Radsport, *Reiten, *5er Fußball, *7er Fußball, *Goalball, *Judo, *Gewichtheben, *Rudern, *Segeln, *Sportschießen, *Schwimmern, *Tischtennis, *Sitzvolleyball, *Rollstuhlbasketball, *Rollstuhlfechten, *Rollstuhlrugby und *Rollstuhltennis.

Im Jahr 2016 kommen dann noch *Kanusport und *Triathlon dazu. Ungefähr 500 Goldmedallien werden bei den Paralympischen Sommerspielen in London vergeben, eine gewaltige Zahl. Bei den Winterspielen stehen insgesamt 5 Sportarten auf dem Programm: *Ski Alpin, *Ski Nordisch, *Sledge-Eishockey, *Rollstuhlcurling und *Biathlon.

Die Sportler werden in unterschiedliche Kategorien (Klassifizierung) eingeteilt. Man berücksichtigt die Auswirkungen bei der Ausübung einer Sportart und die Art der Behinderung. So sollen die Voraussetzungen für faire Wettkämpfe gegeben werden. Man unterscheidet folgende Behinderungsarten:

*Amputierte: Athleten, bei denen mindestens in einem Glied ein Hauptgelenk fehlt.

*Zerebralparese: Athleten, die bedingt durch Schädigungen an den Steuerzentren im Gehirn, bei einigen Bewegungsablaufen beeinträchtigt sind.

*Sehbehinderte: In unterschiedlichem Maße Sehbehinderte oder Blinde Athleten.

*Rollstuhlsport: Athleten, die einen Rollstuhl benutzen, um ihren Sport auszuüben. Diese Klassifizierung gibt es für alle Sportarten. Rollstuhlsportler betreiben auch Rollstuhlrugby, Leichtathletik, Tischtennis, Rollstuhlbasketball und Rollstuhltennis.

*Kleinwüchsige: Männer, die höchstens 1,45 m und Frauen, die höchstens 1,37 m groß sind.

*Alle Übrigen, die Anderen (Les Autres): Athleten mit unterschiedlicher Behinderung.

Für den deutschen Markt ist "Dertour" der offizielle Ticketagent. Es besteht die Möglichkeit, Tickets vor dem offiziellen Verkaufsstart, vorzubestellen.

 

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