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Das IOC und das IPC verlängern ihr Kooperationsabkommen bis ins Jahr 2020

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Die Paralympischen Spiele der Jahre 2018 und 2020 werden in den selben Städten als die Olympischen Spiele der jeweiligen Jahre abgehalten werden.

London (Behindertensport-News.de) - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) und das Internationale Paralympische Komitee haben hierzu heute (am 8. Mai) eine Verlängerung ihres derzeitigen Abkommens unterschrieben. In diesem Abkommen sichert das IOC dem Internationale Paralympische Komitee und den Paralympischen Spiele seine Unterstützung zu.

Das bisherig gültige Kooperationsabkommen wurde im Juni des Jahres 2006 mit einer Gültigkeitsdauer bis zum Jahr 2016 unterzeichnet. Es wurde nun erweitert, um die Spiele in Pyeongchang in den Jahren 2018 und 2020 mit einzuschliessen. Mit der Erweiterung wird die gängige Praxis "ein Angebot, eine Stadt" weitergeführt.

Zusätzlich zu der Erneuerung des Kooperationsabkommens haben das IOC und das IPC einen neuen Partnerschaftsvertrag unterzeichnet, in dem das IOC und das IPC die neuen IOC Programme und Aktivitäten identifizierten, in denen das IPC teilnehmen kann. Diese schliessen Führungsentwicklung, IOC Olympische Solidarität, und das "Wissenstransfer" mit ein. Die Parteien stimmten außerdem zu, über weitere mögliche Bereiche und Projekte, die im beiderseitigen Interesse liegen könnten, weiter zu kommunizieren. Dies bezieht sich im besonderen auf eine Kooperation im gewerbschaftlichen Bereich und den möglichen Vorteilen einer engeren Zusammenarbeit im Bereich der Planung und Abwicklung der Spiele.

Das Abkommen wird zudem zu einer Erhöhung der dem IPC vom IOC zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel führen. Eine Zahl hierzu wird von keiner der Parteien veröffentlicht werden.

Der Präsident der IOC, Jacques Rogge, kommentierte nach der Unterzeichnung des Abkommens: "Das IOC und das IPC blicken auf eine lange und starke Beziehung zurück. Wir freuen uns sehr, das Abkommen mit dem IPC verlängern und sicherstellen zu können, dass sowohl die Olypmischen als auch die Paralympischen Spiele bis zum Jahr 2020 in den gleichen Gaststädten abgehalten werden."

Er fügte weiterhin hinzu: "Unsere weitere finanzielle Unterstützung der Paralympischen Spiele beweist die universelle Natur der Olympischen Bewegung. Sie zeigt, wie wichtig die Paralympischen Spiele bei der Förderung von Sport unter der Jugend in der Welt sind. Dies ist eines der fundamentalsten Prinzipien der Olympischen Spiele."

IPC Präsident Sir Philip Craven erklärte: "Die beiden Abkommen widerspiegeln eine exzellente Entwicklung für die Paralympische Bewegung. Mit ihnen können wir und unsere Mitglieder sicher in dem Wissen sein, dass unsere Spiele von denselben Veranstaltungsorten, der Infrastruktur und der gleichen detaillierten Planung wie bei den Olympischen Spielen Nutzen ziehen können.

"Wir sind dankbar für das IOC für ihre anhaltende und wachsende Unterstützung. Ohne sie hätten die Paralympischen Spiele nicht zu der ausgezeichneten sportlichen Veranstaltung wachsen können, die sie heute darstellt. Mit der fortwährenden Zusammenarbeit können wir auch weiterhin eine sechzigtägige globale Sportfeier veranstalten.

"Wir profitieren jetzt nicht nur von den Vorzügen eines voll integrierten Organisationskomitees. Alle Bewerberstädte schließen nun die Paralympischen Spiele vollkommen in ihren Angeboten mit ein. Das unterstützt die Paralympische Bewegung gewaltig.

Bei den Paralympischen Spielen in Sydney im Jahr 2000 wurden die Grundsätze einer anhaltenden Beziehung zwischen den zwei Organisationen von dem IOC und dem IPC erstmalig festgelegt.

Am 19. Juni 2001 wurde ein Kooperationsabkommen mit dem Ziel unterzeichnet, die Organisation der Paralympischen Spiele und die bis dahin praktizierte Grundlage von "einem Angebot, eine Stadt" zu schützen. Es sicherte, dass auch die Paralympischen Spiele vom Jahre 2008 an immer kurz nach den Olympischen Spielen stattfinden und die gleichen Sportlokalitäten und -einrichtungen nutzen würden. Es wurde festgelegt, dass bei allen Angeboten von 2012 ab die gewählte Gästestadt für die Olympischen Spiele sich verpflichten müsste, auch die Paralympischen Spiele dort abzuhalten.

Im Jahr 2003 wurde das IOC-IPC Abkommen abgeändert. Im Rahmen dieser Änderung wurde sichergestellt, dass das Organisationskomitee für die Olympischen und die Paralympischen Spiele (OCOGs) dem IPC im den Jahren 2008, 2010 und 2012 jeweils einen gewissen Betrag für die Ausstrahlung und Vermarktung der jeweiligen Paralympischen Spiele auszahlen würde.

Im Juni 2006 unterschrieben das IOC und das IPC eine weitere Vertragsverlängerung bezüglich der Spiele in Sochi im Jahr 2014 und Rio im Jahr 2016.

Als Ergebnis des Kooperationsabkommens ist das IPC in mehreren IOC Kommissionen und Komitees vertreten. Diese schließen das IOC Athletische Komitee, die Kommission zur Koordination der Olympischen Spiele, die IOC Medizinische Kommission, die Frauen und Sport Kommission, die Presse Kommission und die Radio und Fernseh-Kommission mit ein.

Die ersten Paralympischen Spiele fanden im Jahr 1960 in Rom in Italien mit über vierhundert teilnehmenden Athleten aus dreiundzwanzig Ländern statt. Sie wurden seither alle vier Jahren mit einer expotentiellen Wachstumsrate abgehalten.

Seit den Sommerspielen in Seoul 1988 und den Albertville Winterspielen 1992 wurden sie in den gleichen Orten veranstaltet wie die Olympischen Spiele.

Die letzten Paralympischen Spiele fanden im Jahr 2008 in Beijing, China, statt. 3951 Athleten aus 146 Ländern nahmen daran teil. Die Veranstaltungen wurden vom über 3,6 Millionen Gästen besucht und wurden vom Fernsehen an eine Audienz von über 3,8 Milliarden Menschen übertragen.

Die 2012 Paralympischen Spiele in London, die zwischen dem 29. August und 9. September dieses Jahres abgehalten werden, werden sogar noch größer sein. Viertausendzweihundert Athleten aus etwa hundertsechzig Ländern werden sich dort in zwanzig verschiedenen Sportarten messen.

(IPC / Übersetzung ins Deutsche: Behindertensport News GbR)

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