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Paralympics 2012: Räumt Tobias Graf das Feld von hinten auf?

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Paralympics 2012: Räumt Tobias Graf das Feld von hinten auf? - Foto: (c) DBS Paralympics 2012: Räumt Tobias Graf das Feld von hinten auf? - Foto: (c) DBS

Tobias Graf aus Lossburg wird im September seine dritten Paralympics bestreiten.

Frechen (Behindertensport-News.de) - Zwei Bronze Medaillien in Athen 2004 und in Peking 2008 hat er bereits gewonnen – jetzt soll es endlich klappen mit dem paralympischen Gold.

Tobias verlor als Kind ein Bein bei einem Landmaschinenunfall, er ließ sich nicht aufhalten und zählt heute zu den erfolgreichsten und schnellsten internationalen Athleten seiner Klasse. Jahrelanges hartes Training, viele tausende Trainingskilometer und unzählige Radrennen haben ihn schnell gemacht. Tobias fährt nicht nur Para-Cycling Rennen sondern misst sich auch in C-Klasse Rennen in seiner Region mit Sportlern ohne Behinderung.

„Ich finde eigentlich immer eine Gruppe die ich halten kann und Letzter wurde ich selten“, so Graf über die harten Amateurrennen. Nicht nur das ist beeindruckend, schaut man sich seine Zeiten auf der Bahn an, muss so mancher „Zweibeiner“ den kürzeren ziehen – über 3000m liegt seien persönliche Bestzeit bei 3:50 min, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 47 km/h entspricht.

Im London rechnet sich Graf Chancen in der 3000m Einerverfolgung und dem Einzelzeitfahren auf der Strasse aus. In diesen Disziplinen war er schon Weltmeister und zeigt auch in der laufenden Saison seine Stärke mit dem Weltcupsieg im spanischen Segovia.

Das Strassenrennen bestreitet er mit seinen deutschen Teamkollegen Erich Winkler, Michael Teuber und Steffen Warias. „Mit unseren fünf Jungs sind wir in diesem Rennen super aufgestellt und werden versuchen das Rennen zu kontrollieren. Graf und Warias spielen hier sicherlich eine Schlüsselrolle“, so Tobias Engelmann, Team Manager der Nationalmannschaft.

Tobias Graf ist ein ruhiger und bescheidener junger Mann, der sich nie in den Vordergrund stellt, doch hat er Renninstinkt und einen unbändigen Willen. Vor dem Start geht keine Aufregung, kein Zeichen von Nervosität von ihm aus, genau das ist seine Stärke. Er kann sich aufs Wesentliche konzentrieren und das Wesentliche wird schon bald die 3000m Qualifikation im Velodrom in London sein.

Hierfür trainiert er in den kommenden Wochen mit seinem Freund und Teamkollegen Steffen Warias (RVC Reute) hart. An rennfreien Wochenenden treffen Sie sich, um gemeinsam Mototrainings und Bahntrainings zu absolvieren bis es zum finalen Nationalmannschaftslehrgang nach Freiburg und Büttgen geht. Am 26. August geht es dann per Flugzeug nach London, um seinen Traum von der dritten paralympischen Medaille wahr zu machen – welche Farbe? Es ist alles möglich!

(DBS)

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