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Paralympics: Brussig-Schwestern erfüllen sich großen Traum

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Paralympics 2012: Am ersten Wettkampftag der Paralympics in London erfüllten sich die sehbehinderten Judoka Ramona und Carmen Brussig vom PSV Schwerin e.V. ihren großen Traum und erkämpften die ersten Goldmedaillen für Deutschland.

London (Behindertensport-News.de) - Ramona erreichte Gold in der Klasse bis 52 kg und Carmen ebenso Gold in der Klasse bis 48 kg.

Ramona tat sich bei ihrem ersten Kampf gegen die Türkin Gulan Kilic noch sehr schwer. Mit einem „YUKO“ der Türkin war die Schwerinerin unter Druck, doch sie wurde aggressiver. Sie zwang ihre Gegnerin zu vier Penaltys aufgrund Passivität. Mit einem „IPPON“, einer höheren Wertung, bezwang sie Gulan Kilic knapp und erreichte die nächste Runde. Parallel musste auch Carmen ran.

Gegen die Russin Victoria Potapova ließ die Deutsche nichts anbrennen. Mit ihrer Routine gewann sie gegen Potapova mit einem „IPPON“ und folgte ihrer Schwester ins Halbfinale.

Im Halbfinale trat Carmen gegen Yuliya Halinska aus der Ukraine an. Bei den diesjährigen Internationalen Deutschen Meisterschaften in Heidelberg hatte Carmen noch das Nachsehen. In London revangierte sie sich für diese Niederlage. Mit zwei „YUKO“ rang sie Halinska nieder.

Darauf folgend hatte Ramona ihren Kampf gegen Alesia Stepaniuk aus Russland. Da Zwillingsschwestern immer alles gleich machen, machte sie es Carmen nach. Souverän zog Ramona mit einem „YUKO“ und einem „IPPON“ ins Finale ein.

Im Finale um 19 Uhr (MESZ) hieß die Gegnerin von Carmen Kai-Lin Lee (Chinesisch Taipei), die sich in ihrem Halbfinale gegen die Brasilianerin Karla Ferreira Cardoso durchsetzte. Mit einem „WAZA-ARI“ gegenüber einem „YUKO“ holte sich Carmen Brussig ihre erste Goldmedaille bei Paralympischen Spielen. Für Carmen sind es die zweiten Paralympics. 2008 holte sie Bronze für Deutschland.

Im Anschluss musste Ramona im Finale bis 52 kg gegen die Chinesin WANG Lijing antreten. Der Kampf war lange offen. Mit der Routine von zwei Paralympics folgte sie wie im Halbfinale ihrer Schwester und gewann mit einem „IPPON“. Nach Gold bei den Paralympics 2004 in Athen und Silber 2008 in Peking, ist es das zweite Gold bei den Weltspielen von Menschen mit Handicap für Ramona.

Beide sind überglücklich und haben gar nicht mit diesem Erfolg gerechnet. „Wir müssen das jetzt erst mal verarbeiten“ so Ramona im Interview.

Ganz Mecklenburg-Vorpommern ist stolz auf Carmen und Ramona Brussig. Der VBRS M-V e.V. gratuliert den Zwillingen und ihren Trainern zu den erfolgen und wünscht ihnen noch tolle Tage in London.

(Steffen Nordmann)

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