Gehörlosen-Sportverband: Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention
Gehörlosen-Sportverband: Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention - Foto: (c) Karl-Werner Broska / DGS
Gehörlose: Spitzentreffen und Gespräch zwischen den DOSB (Deutsche Olympische Sportbund) und dem DGS (Deutschen Gehörlosen-Sportverband)!
Berlin (Behindertensport-News.de) - Die Vizepräsidentin des DOSB, Frau Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, hatte den Präsidenten des DGS, Karl-Werner Broska, sowie den Vizepräsidenten Peter Fiebiger und Generalsekretär Winfried Wiencek am 3. August 2011 zu einem informellen Gespräch in das Hauptstadtbüro des deutschen Sportes in Berlin eingeladen. Neben einigen allgemeinen Fragen stand als wichtigster Punkt die Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention mit dem Aktionsplan der Bundesregierung auf der Agenda.
Für den DGS standen im Vordergrund die Bereiche Bewusstseinsbildung, Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, Bildung und Teilhabe. Bei dem Gespräch wurde deutlich gemacht, dass gehörlose Sportlerinnen und Sportler mit ihren Veranstaltungen, z.B. den Deaflympics immer noch im Schatten des Behindertensportes stehen. Gewünscht wäre ein gleichberechtigtes Nebeneinander mit den Paralympics und den Special Olympics in einem Atemzug bei der Außendarstellung des Behindertensportes. Zum Beispiel werden den Paralympics immer mehr Sendezeiten in den Öffentlich-rechtlichen Fernsehprogrammen eingeräumt, dagegen zeigt man bei den Deaflympics kaum Interesse. Gleiches gilt für die Printmedien. Weitere Punkte aus den Bereichen Bildung und Teilhabe waren z.B. die schlechten Bedingungen für die Aus- und Fortbildungen im Sportbereich. Fehlende Dolmetscher, zu hohe Kosten, schwer verständliches Lehrmaterial erschweren den Zugang zu Ausbildungen von Übungsleitern, Trainern und Vereinsmanagern.



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