Rollstuhlbasketball: Team Germany besteht Härtetest erfolgreich
Rollstuhlbasketball: Team Germany besteht Härtetest erfolgreich - Foto: (c) Andreas Joneck
Handicap-Sport: Damen-Nationalmannschaft auf Rang drei, Herren landen auf Platz sechs!
Charlotte (Behindertensport-News.de) - Die beiden deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaften der Damen und Herren haben mit insgesamt zwölf Spielen binnen einer Woche im US-amerikanischen Charlotte ihren Härtetest für die bevorstehenden Europameisterschaften erfolgreich bestanden. Die Damenauwahl belegte am Ende Platz drei beim Tournament of Champions, die deutschen Herren landeten auf einem sechsten Rang.
Damen-Bundestrainer Holger Glinicki war trotz des verpassten Finales dennoch zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, die vor dem Turnier noch ein intensives Trainingslager absolviert hatte. „Bei den letzten Spielen war unser Akku mental wie körperlich einfach leer“, kommentierte der Hamburger die Vorrunden-Niederlagen gegen Japan und Weltmeister USA, bei zwei Erfolgen über den WM-Dritten Kanada und die Niederlande. „Letztendlich ist das sportliche Resultat absolut zweitrangig. Für uns zählt nur die Vorbereitung auf die Europameisterschaften im September in Nazareth und das Ergebnis dort“, so Glinicki weiter. Erfolgreichste Schützen im deutschen Team waren einmal mehr das Centerduo Marina Mohnen und Gesche Schünemann, während auch US-Legionärin Annika Zeyen einen maßgeblichen Anteil an der offensiven Schlagkraft des Teams hatte.
Deutschland: Marina Mohnen (78, BADS Quartu Sant´Elena/Italien), Gesche Schünemann (72, RSV Lahn-Dill), Annika Zeyen (49, University of Alabama/USA), Mareike Adermann (20, University of Wisconsin/USA), Heike Friedrich (17, Mainhatten Skywheelers), Annabel Breuer (15, Ulmer Sabres), Britt Dillmann (10, RSV Lahn-Dill), Johanna Welin (10, USC München), Maya Lindholm (7, Hamburger SV), Edina Müller (4, Hamburger SV), Nadine Bahr (Hamburger SV), Maria Kühn (SV Reha Augsburg).
Auch die deutsche Herrenauswahl war mit ihrem Auftritt in Charlotte zufrieden. „Wir waren hier zum Lernen, haben uns im Turnierverlauf klar gesteigert und einige große Namen gehörig geärgert“, zeigte sich Bundestrainer Nicolai Zeltinger erfreut über den geschlossenen Auftritt seiner neu formierten Mannschaft. Nach Niederlagen gegen den zweifachen Paralympicssieger Kanada, Weltmeister Australien, Großbritannien und eine der beiden am Turnier teilnehmenden US-Auswahlteams, sorgte neben dem Sieg über Japan vor allem der überraschende Erfolg über die zweite Auswahl der USA für einen gehörigen Paukenschlag. Aber auch im abschließenden Spiel um Platz fünf gegen das Team aus Down Under war ein Erfolg in absoluter Reichweite. Erfolgreichster Korbjäger der ING-DiBa Basketballer war Dirk Passiwan aus Trier.
Deutschland: Dirk Passiwan (146, IMMOVESTA Dolphins Trier), André Bienek (77, University of Wisconsin/USA), Sebastian Wolk (36, Mainhatten Skywheelers), Thomas Gundert (25, RSV Lahn-Dill), Dirk Köhler (25, RSV Lahn-Dill), Björn Lohmann (22, Köln 99ers), Thomas Becker (20, Köln 99ers), Thomas Böhme (17, RSV Lahn-Dill), Jan Haller (17, RSV Lahn-Dill), Andreas Kress (14, Mainhatten Skywheelers), Sebastian Magenheim (12, USC München), Matthias Heimbach (2, Jena Caputs).
(Andreas Joneck)



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