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Rollstuhlbasketball: RSV Lahn-Dill verliert in Thüringen

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Rollstuhlbasketball: RSV Lahn-Dill verliert in Thüringen - Foto: (c) Andreas Joneck Rollstuhlbasketball: RSV Lahn-Dill verliert in Thüringen - Foto: (c) Andreas Joneck

Der neunfache Deutsche Meister RSV Lahn-Dill hat am zweiten Spieltag der noch jungen Saison 2012/2013 seine erste Niederlage einstecken müssen.

Erfurt (Behindertensport-News.de) - Bei der letztjährigen Überraschungsmannschaft RSB Team Thüringen verloren die Mittelhessen verdient mit 55:65 (13:14/33:26/41:41), nachdem die eigene Leistung in der Offensive dem starken Auftritt des Gegners nicht gewachsen
war.

„65 Punkte in Thüringen zu kassieren ist keine Schande, aber mit einer eigenen Offensivleistung von nur 55 Punkten können wir natürlich nicht zufrieden sein“, so RSV-Headcoach Nicolai Zeltinger nach der Niederlage im Sportzentrum Elxleben, der ergänzte: „wir haben es noch nicht geschafft die Stärken von Joe Bestwick besser in Szene zu setzen, da mangelt es uns mit einer neuen Mannschaft natürlich noch an Spielverständnis“. Damit bezog sich der 40-Jährige auch auf die extrem kurze Vorbereitungszeit nach den Paralympics, während die Ostdeutschen intensiv auf die neue Spielzeit hinarbeiten konnten, was Zeltinger jedoch nicht als Entschuldigung gelten lassen wollte.

Die Partie des zweiten Spieltages begann aus Sicht des RSV Lahn-Dill verhalten, ehe Michael Paye & Co. im zweiten Viertel einen Weg gegen die starken Gastgeber zu finden schienen. So steckten die Wetzlarer Rollis das 13:14 nach den ersten zehn Minuten weg und drehten die Partie über 23:18 (16.) auf den Halbzeitstand von 33:26. In dieser Phase überzeugte vor allem Kapitän Paye und U22-Europameister Thomas Böhme, während sich auf Thüringer
Seite der weißrussische Center Aliaksandr Halouski und sein schwedischer Teamkollege Joakim Linden zu den Schlüsselspielern entwickelten.

Während Zeltinger noch zahlreichen verpassten Chancen vor der Pause nachtrauerte, die das Spiel vorzeitig hätten entscheiden können, erwischte der Gast aus Hessen dann einen rabenschwarzen Start in Durchgang zwei. Schnell war die Führung (35:26, 21.) verspielt, während US-Routinier Taz Capasso nun seine große Zeit hatte und maßgeblichen Anteil an der eigenen 37:35-Führung (27.) hatte. „Sieht man sich die Wurfquoten an, hatten wir vor allem Joakim Linden und Diana Dadzite gut unter Kontrolle und auch Halouski war im Limit, doch Capasso hatten wir in der zweiten Halbzeit leider nicht auf der Rechnung“, bezog sich Nicolai Zeltinger nach Spielende auf den vielleicht wichtigsten personellen Faktor im Spiel der Thüringer an diesem Tag.

Doch sein RSV hatte weiterhin die Chance die Partie für sich zu entscheiden, denn nun wogte die Begegnung mit wechselnden Führungen bis in die
Schlussphase hin und her. Als Thomas Böhme mit seinem 18. Punkt zum 53:51 (37.) seine Farben erneut in Führung brachte, war ein Happy End noch in
greifbarer Nähe. Mit vier Punkten binnen weniger Sekunden hatte Raimund Beginskis, von Zwickau aus nach Elxleben gewechselt, jedoch postwendend eine
passende Antwort, die Capasso auf 59:53 (39.) ausbaute. Während nun die Dreierversuche von Thomas Böhme und Gesche Schünemann ihr Ziel verfehlten,
machten Joakim Linden und Aliaksandr Halouski den Sack von der Freiwurflinie zu.

„Thüringen hat verdient gewonnen, aber nun haben wir den Beleg dafür, an was wir weiter intensiv arbeiten müssen und die Zeit wird für uns sprechen“, so
Trainer Zeltinger in seinem Fazit, bei dem er nicht vergaß vor allem dem erst 20-jährigen Böhme eine starke Partie zu attestieren. Bereits am kommenden Samstag hat der RSV Lahn-Dill vor eigenem Publikum nun die Chance diese Niederlage wieder wettzumachen, wenn um 16 Uhr Aufsteiger Roller Bulls St. Vith in der Wetzlarer August-Bebel-Sporthalle gastiert.

Thüringen: Aliaksandr Halouski (22), Taz Capasso (17/1 Dreier), Joakim
Linden (16), Raimund Beginskis (8), Diana Dadzite (2), Teemu Partanen,
Jens-Eike Albrecht (n.e.), Karol Szulc (n.e.).

Lahn-Dill: Thomas Böhme (18), Joe Bestwick (15), Michael Paye (14), Jan Haller (4), Thomas Gundert (2), Marco Zwerger (2),Dirk Köhler, Björn Lohmann, Felix Schell, Gesche Schünemann, Christopher Huber (n.e.).

(Andreas Joneck)

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