Südafrika (BS-News) -Wird Annecy morgen das Zünglein an der Waage, wenn München und Pyongchang um die Gunst der IOC-Mitglieder buhlen. Pyeongchang (Südkorea) hat sich bereits dreimal um die Olympiade beworben. Während man Korea und Deutschland gute Chancen einräumt, gilt die französische Stadt Annecy eher als Außenseiter. Nicht einmal in Frankreich selbst räumt man der Stadt wirklich große Chancen bzgl. der Vergabe aus. Allerdings kann die Stadt in Frankreich den beiden großen Favoriten die ein oder andere wichtige Stimme abnehmen.
Sowohl München als auch Pyongchang geben sich kämpferisch. Mit seinen 45.000 Einwohnern ist die Südkoreanische Stadt kein Neuling mehr, wenn es um die Bewerbung von Olympischen Spielen geht. Bereits zweimal musste man den kürzeren ziehen, verlor 2010 und 2014 gegen Vancouver und Sotschi. Die Vorkehrungen für erfolgreiche Spiele sind hier also getroffen.Allerdings würden im Fall der Spiele direkt in Pyongchang keine Wettkämpfe stattfinden, sondern lediglich die Koordination erfolgen.
Damit treffen mit der südkoreanischen Stadt und München zwei gut aufgestellte Regionen aufeinander, die es den IOC-Mitgliedern nicht leicht machen werden. München würde bekanntlich auch nicth alleine die Spiele ausrichten, sondern auf international erprobte Wettkampfstätten im Berchtesgadener Land bzw. im Werdenfelser Land setzen. Gerade in Garmisch-Partenkirchen hatte man einigen Widerständen zu rechnen.
Das Deutschland jedoch große Wettbewerbe gut ausrichten kann, konnten die Bayern bereits mehrfach beweisen. Im Februar bei der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen sowie der Bob- und Skeleton-WM in Schönau am Königssee, im März bei der Eisschnelllauf-WM In Inzell und aktuell bei der Fußball-WM der Frauen, die u.a. Spiele in Frankfurt, Berlin und Augsburg beweist. Bei diesen Partien zeigt sich, dass die deutschen Fans sowohl in den Stadien als auch an den Fanmeilen mit Begeisterung dabei sind.
Die Deutsche Delegation um Chef-Koordinatorin Katharina Witt wird morgen vormittag ein letztes Mal vor der Abstimmung um die Gunst der Abgeordneten buhlen. Zur Unterstützung werden auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, der Bundespräsident Christian Wulff sowie der Chef des Organisationskommitees 2006 im Fußball, Franz Beckenbauer, in Südafrika mit dabei sein.
