Handicap: Pilotprojekt Rollikids gestartet

von cloudmarketing | 27. Juli 2011 | Rollstuhlsport | 0 Kommentare

Westerstede (Behindertensport-News.de) – Er war begeistert, vom Konzept des Sicherheitstrainings, bei dem 12 junge Handbiker fit für den Straßenverkehr gemacht werden.

Ein Handbike besteht aus einem Rollstuhl und einer fahrradähnlichen Antriebseinheit als Vorspann. Dieses Gefährt ist somit eine Kombination aus Fahrrad und Rollstuhl, der Antrieb erfolgt über eine Handkurbel. Mit einem solchen Handbike werden deutlich höhere Geschwindigkeiten erreicht als mit einem Rollstuhl.

„In Zukunft werden immer mehr Schülerinnen und Schüler mit einem Handicap zum gemeinsamen Unterricht eine allgemeinbildende Schule besuchen und für den Weg dorthin am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. Viele Kinder und Jugendliche mit Bewegungseinschränkungen in den Beinen nutzen dafür ein Handbike“, erklärt Ute Herzog, die Initiatorin des Sicherheitstrainings. „In diesem Training können die Teilnehmer in zahlreichen Übungen das richtige Verhalten in Alltagssituationen üben.“

Das Sicherheitstraining „Handbike für Kinder und Jugendliche“ ist ein Pilotprojekt der Abteilung Rollikids des Deutschen Rollstuhlsportverbands (DRS). Es wird von der Präventionskampagne „Risiko raus!“ und dem Deutsche Verkehrssicherheitsrat unterstützt.
Neben theoretischem Grundwissen rund um die Nutzung des Handbikes testen die Teilnehmer Alltagssituationen in zahlreichen Übungen. Die erfahrenen Übungsleiter schulen sie außerdem in achtsamem und vorausschauendem Verhalten. Sie lernen nicht nur Gefahrsituationen zu erkennen, sondern erhalten auch die Fähigkeit, Handlungsstrategien zu entwickeln, um Gefahrensituationen vorzubeugen.

Parallel findet ein Multiplikatorenlehrgang statt. Sie begleiten das Sicherheitstraining und entwickeln gleichzeitig ein Konzept, um zukünftig in ganz Deutschland Sicherheitstrainings für Handbiker anbieten zu können.

Hintergrund „Risiko raus!“

In der Präventionskampagne „Risiko raus!“ arbeiten die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, ihr Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die Landwirtschaftliche Sozialversicherung, der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und die Bundesländer sowie weitere Partner zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, das Unfallrisiko beim Fahren und Transportieren zu verringern.

Kontakt:
DRS Rollikids:
Ute Herzog
ute.herzog@rollikids.de
Tel: 02242-7266

 

(DBS)