Köln (Behindertensport-News.de) – In dieser Woche können sich die 99ers auf das nächste Duell gegen einen Playoff-Teilnehmer freuen. Ähnlich wie die 99ers musste man in Zwickau auch einen Überraschenden Abgang im Winter hinnehmen. Der Amerikanische Nationalspieler und absolute Topscorer der Zwickauer, Joseph Chambers, zog es vor, sich nach der Winterpause auf sein Privatleben zu konzentrieren und stand somit den Rollis nicht mehr zur Verfügung.
Doch der bis dahin eher selten eingesetzte Neuzugang Adam Erben sprang auf Anhieb in die Bresche und hat seit dem gezeigt, weshalb man ihn an die Mulde geholt hatte. Mit 321 Punkten ist er der erfolgreichste Korbjäger der Zwickauer. Eine, die sein Spiel bestens kennen wird, ist seine ehemalige Team Kollegin Marina Mohnen, die seit diesem Jahr wieder für Köln auf Körbe-Jagd geht. Beide spielten zusammen bei B.A.Ds in Italien.
Zwickau zeigte am vergangenen Wochenende kein gutes Spiel und ging beim amtierenden Deutschen Meister regelrecht unter. Marina Mohnen und die 99ers zeigten hingegen im Spiel gegen den deutschen Rekordmeister eine ansprechende Partie und führten sogar drei Viertel lang, bis die Münchener sie doch noch in den letzten Minuten abfangen konnten und das Spiel für sich entschieden.
Dadurch, dass in Sachen Liga für klare Tatsachen bereits gesorgt worden ist, stehen sowohl für Köln als auch für Zwickau die großen Aufgaben, die in den kommenden Wochen bevorstehen, im Vordergrund. In der Woche drauf nehmen beide Teams an der Euroleague Vorrunde teil. Dabei wollen die Zwickauer sich vor heimischem Publikum für den Champions Cup qualifizieren.
Die Kölner fliegen nach Giulianova, Italien, mit dem Ziel sich für einen der europäischen Final-Wettbewerbe zu qualifizieren. Für die Kölner ist das Spiel am kommenden Wochenende eine sehr gute Vorbereitung auf den harten Kampf in Europa.
Euroleague in Italien
Die Euroleague Vorrunde wirft ihren Schatten voraus. Vom 9. bis zum 11. März werden die 99ers in Giulianova, Italien, um ein Ticket für eines der 4 europäischen Final Turniere kämpfen. Für die Rheinländer geht die Reise am 8. März mit dem Flieger zunächst von Düsseldorf nach Rom, um dann mit dem Bus an die Ostküste nach Giulianova zu gelangen.
Da die 99ers in diesem Jahr in der Euroleague 2 an den Start gehen, können sie sich nicht für den Champions Cup qualifizieren. Mit einem ersten Platz in Italien könnten sie sich aber für den André Vergauwen Cup, den zweithöchsten Wettbewerb, qualifizieren. Mit dem André Vergauwen Cup machten die Domstädter in der vergangenen Saison beste Erfahrungen, als sie den zweiten Platz im Finale gegen den Gastgeber Besiktas Istanbul belegen konnten.
Doch in diesem Jahr sehen die Vorzeichen etwas anders aus. „Ob wir auf Augenhöhe sein werden, muss man erst mal sehen“, äußert sich Teammanager Sedat Özbicerler zu den Chancen des Kölner Teams. Auch die Tatsache das Center Frederic Jäntsch als Nicht-Behinderter laut den internationalen Regularien nicht partizipieren darf ändert die Kölner Ausgangslage.
Schwierig ist es, die gegnerischen Teams einzuschätzen. La Cannet aus Frankreich gehört wohl mit zu den starken Gegnern. Momentan sind sie auf dem zweiten Platz in der starken französischen Liga. Im Ranking der IWBF vom Juni 2011 rangieren sie aber auf Platz 46 – 23 Plätze hinter den Kölnern. Vermutlich ist aber dieses Ranking nicht auf diese Saison übertragbar, sodass die Franzosen wohl der Mitfavorit auf Platz 1 sind. Der Gastgeber Giulianova dürfte ebenfalls zu den Favoriten gehören.
Sie belegen in der italienischen Liga Rang 6 und sind mit Sicherheit nicht zu unterschätzen. Auch in der Kölner Gruppe befindet sich der viermalige Türkische Meister Izmir Büyüksehir. Momentan befindet sich Izmir auf dem vierten Platz in der Türkei. Gänzlich unbekannt ist der Gegner aus Bosnien, KIK Zmaj Gradacac. Wie aber schon zu erkennen ist, wird es für die Kölner kein einfaches Unterfangen. Die Zielsetzung lautet aber unter die Top3 zu kommen, um sich für eines der Final Turniere zu qualifizieren.
Die Teilnahme an einem solchen Turnier wäre nicht ohne Sponsoren möglich. Dank der großzügigen Unterstützung durch die Kämpgen Stiftung und des zusätzlichen Engagements unserer langjährigen Partner FOGTEC, TONACO, ASTRA TECH und TAXOFIT wird es dem Team ermöglicht, mit von der Partie zu sein. Wir möchten uns an dieser Stelle recht herzlich bei unseren Sponsoren bedanken und freuen uns, unsere Partner auch im Ausland repräsentieren zu können.
(Oliver H. Junggeburth)

