Frauenfußball-WM: Frauenfußball hat sich emanzipiert

von cloudmarketing | 2. Juli 2011 | Sport | 0 Kommentare

Bad Nauheim/Friedberg (BS -News.de) – Doch es gibt sie noch, die Länder, wo die stärksten Gegner des Frauenfußballs nicht auf sondern hinter dem Spielfeld antreten. Zum Beispiel Afghanistan. Holger Obermann, ehemaliger TV-Moderator und jahrelang als „Entwicklungshelfer“ in Sachen Frauenfußball weltweit unterwegs: „In Afghanistan gibt es viele Gegner des Frauenfußballs außerhalb des Sportplatzes. Frauenfußball gilt hier als ungeeignet für Frauen.“ Aber es gibt sie: Mutige Frauen, die sich ihren Traum Fußball zu spielen nicht verbieten lassen.

Diese Frauen machen auch den Weg frei für mehr Freiheit und Gleichberichtigung in einem patriarchalischen Land. Das Spielfeld wird dabei zum Spannungsfeld, zwischen der Leidenschaft für den Sport und der traditionellen Rolle der afghanischen Frau, so Lela Ahmadzai, eine in Afghanistan geborene Fotografin, die die emanzipatorische Kraft dieser Sportart in aussagestarken Bildern dokumentiert hat.

Aus Furcht vor Anschlägen muss die Frauen-Nationalmannschaft von Afghanistan auf dem Militärgelände in Kabul trainieren. Es ist nicht ungewöhnlich, dass das Training unterbrochern werden muss, weil ein Militärhubschrauber landet: Der Sportplatz ist der Hubschrauberlandeplatz.

 

(ots)