Berlin (Behindertensport-News.de) – In der Starklasse S10 war Lokalmatador Lucas Ludwig vom Berliner Schwimmteam/PSC Berlin und Christoph Burkard (TV Rottweil) sowie in der Starklasse S13 Robert Dörries (FV Wherda 1919) am Start. Bei den Frauen schwamm keine deutsche Teilnehmerin mit.
Die letzte Goldmedaille dieser EM ging an Lucas Ludwig, der über die 5 Kilometer bei seinem insgesamt 16. Start vor dem Portugiesen Emanuel Goncalves und dem Belgier Sven Decaesstecker nach 1:05:45,7 ins Ziel kam. Christoph Burkard wurde Sechster.
Nachdem Ludwig in den Hallenwettbewerben schon vier Mal Silber geholt hatte, krönte er sich mit dieser letzten Medaille vom Silbersurfer zum Goldschwimmer.
In der Startklasse S9 ging Gold an die Kroatin Sanja Milojevic und in der Startklasse S13 der Sehbehinderten siegte der Spanier Enrique Floriano.
Heimtrainer Matthias Ulm hatte vor dem Start noch tiefgestapelt: „Ich hoffe, dass Lucas nach einer Stunde ins Ziel kommt. Wenn es dann für eine Medaille reicht, dann ist es gut, wenn nicht, auch gut.“
„Ich bin überglücklich“, so der erschöpfte Ludwig. „Die 15 Starts vorher in der Halle haben mich schon sehr beansprucht. Aber heute hat alles gestimmt. Die Wassertemperatur, das Wetter und dann das tolle Publikum. Und heute Abend bei der Abschlussparty lassen wir es richtig krachen“.
Mit 433 Athletinnen und Athleten (261 Männer und 172 Frauen) aus 36 Nationen waren es die größten Europameisterschaften in der Geschichte des paralympischen Schwimmsports. Die teilnehmenden Nationen waren: Aserbaidschan, Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, die Färöer Inseln, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Israel, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Serbien, Slovakei, Slovenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn, Weißrussland und Zypern.
Das größte Team schickte Russland mit 48 Athletinnen und Athleten, die kleinsten Teams mit je einem Sportler kamen aus Aserbeidschan, Litauen und der Schweiz.
Aus Deutschland gingen 10 Frauen und 12 Männer und erstmals auch ein 8-köpfiges Juniorenteam (4 m, 4 w) an den Start.
Mit 9 x Gold, 14 x Silber und 11 x Bronze belegte das Team Deutschland um Teammanager Bernhard von Welck und Bundestrainerin Ute Schinkitz Rang 6 im Medaillenspiegel.
Von den insgesamt 34 deutschen Medaillen gingen 16 (6 x Gold, 7 x Silber, 3 x Bronze) auf das Konto des Berliner Schwimmteams um die Trainer Matthias Ulm, Maik Zeh und Phillip Semechin.
Überragende deutsche und Berliner Teilnehmerin war die 29-jährige blinde Daniela Schulte mit 4 x Gold, 1 x Silber und 2 x Bronze.
Das erfolgreichste Team stellt die Ukraine mit 41 x Gold, 37 x Silber und 28 x Bronze. Gefolgt von Großbritannien (27 / 26 / 30) und Spanien (26 / 13 / 18). Die Medaillen verteilten sich auf 31 Nationen.
(BSB)

