Wetzlar (Behindertensport-News.de) – Die Gastgeber, die am Samstag nicht als der „sehr verschlafene amtierende Meister“ Rekordverdächtiges drittes Viertel, 22.10.2011) des vergangenen Spieltages auftraten, machten den Kölnern das Leben schwer. Nach einer recht einseitigen Partie gewann der RSV Lahn-Dill, der bereits in den ersten 10 Minuten zeigte, wer Herr im Hause war, mit 63:45.
Für die beiden Neuzugänge der 99ers Thomas Becker und Björn Lohmann war es nicht nur irgendein Bundesligaspiel am vergangenen Samstag beim RSV Lahn-Dill. Zum einen gab es ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Mannschaftskollegen Jan Haller, der in der Sommerpause aus Bonn zu den Hessen gewechselt war – zusammen mit ihm hatte man bei der EM in Israel im September noch die Silbermedaille geholt. Zum anderen kam es auch natürlich zum Wiedersehen mit dem Nationaltrainer Nicolai Zeltinger, der die Mannschaft zur Silbermedaille geführt hatte. Doch es war nicht unbedingt ein Wiedersehen an das man sich gerne erinnern wird.
Gleich zu Beginn machte der RSV viel Druck auf die Kölner. Der RBC kam überhaupt nicht in die Partie und zeigte offensiv kaum Gegenwehr. Die Startingfive der Hessen machte es den Kölnern schwer. Mit 21:3 ging der RBC im ersten Viertel unter. Vor allem unter den Brettern ließen die Kölner die nötige Präsenz vermissen. Bereits 11 Offensivrebounds ließ man in den ersten 10 Minuten zu. In der Folgezeit wechselte Nicolai Zeltinger vielfach durch und das gab den 99ers die Chance sich ein wenig ins Spiel einzufinden. Beide Mannschaften zeigten in den ersten Minuten des zweiten Viertels Ladehemmungen und es dauerte viereinhalb Minuten bis durch Jaap Smid die ersten Punkte im zweiten Durchgang fielen. Nach einem ausgeglichenen zweiten Viertel lagen die Kölner mit 34:16 immer noch deutlich zurück.
In der zweiten Halbzeit konnte Köln die schwache Trefferquote der hessischen Hausherren (35%) nicht ausnutzen. Köln hatte Glück, dass der RSV nicht mehr aus den 21 Kölner Turnovern und vielen Offensivrebounds machen konnte. Zwar besserte sich die Reboundarbeit des RBC in der zweiten Halbzeit, aber dennoch verlor der RBC das Spiel mit einem Rebounddefizit von 16 Rebounds. Die 99ers konnten das Spiel in der zweiten Halbzeit recht offen halten (29:29), aber zu mehr reichte es nicht. Mit 63:45 entschied der RSV Lahn-Dill die Partie für sich und Köln haderte mit dem schwachen ersten Viertel. Immerhin hatten die Kölner mit Jaap Smid den Topscorer des Spiels mit 16 Punkten in ihren Reihen. Thomas Becker konnte ein Double-Double mit 15 Punkten und 10 Rebounds erzielen.

