Köln (Behindertensport-News.de) – Dennoch zeigten die 99ers im ersten Spiel des Jahres eine engagierte Leistung und hielten das Spiel über weite Strecken offen. Am Ende mussten die Kölner sich nach einem intensiven Spiel mit 70:62 geschlagen geben.
In einem über weite Strecken sehr spannenden Spiel zogen leider die 99ers, die erstmals ohne Mustafa Korkmaz antreten mussten, den Kürzeren. Erschwerend kam hinzu, dass Lars Bergenthal an diesem Wochenende aus privaten Gründen nicht mitspielen konnte. Headcoach Martin Otto zog trotz der Niederlage eine positive Bilanz: „Wir haben das Spiel verloren, aber den direkten Vergleich gewonnen.“
Denn die Kölner hatten das Hinspiel mit 72:58 gewonnen und haben damit bei einem direkten Vergleich mit den Thüringern knapp die Nase vorn. Köln ließ es sich von der ersten Minute an kaum anmerken, dass es Ihnen an einem Playmaker fehlt. Sedat Özbicerler, Björn Lohmann und Andrew Flavell machten einen guten Job beim Ballvortrag. Trotz der versuchten Presse der Thüringer ab dem zweiten Viertel, zeigten die 99ers nur in kurzen Phasen Unsicherheiten im Ballvortrag.
Auch die im Hinspiel so gefährlichen Fastbreaks kamen seitens der Thüringer selten zum Vorschein. Dafür hatte der Gegner an diesem Tag zwei überragende Schützen. Taz Capasso und Joakim Linden konnten zusammen 42 der 70 Punkte erzielen und davon waren einige sehenswert.
In einer knappen ersten Halbzeit, in der die Kölner zwischendurch Schwierigkeiten im Abschluss hatten und sich plötzlich mit einem 9-Punkte-Rückstand konfrontiert sahen, zeigten die 99ers ihr kämpferisches Herz und kamen Punkt für Punkt wieder heran. Zur Halbzeit betrug der Vorsprung der Gastgeber aus Elxleben lediglich nur noch 4 Punkte. Nach zwei gespielten Minuten im dritten Viertel konnte Sedat Özbicerler den verdienten Ausgleich der 99ers erzielen.
Jaap Smid, der ein überragendes Spiel mit 22 Punkten und einer Trefferquote von 78% machte, konnte in den folgenden Minuten Köln weiter im Spiel halten, aber die Führung gelang in dieser Phase nicht. Köln lief konstant dem 4-Punkte-Rückstand hinterher. Jaap Smids frühes fünfte Foul Anfang des letzten Viertels kam höchst ungelegen und dämpfte die Chancen trotz eines in der Schlussphase stark aufspielenden Thomas Becker, der im letzten Viertel noch mal 10 Punkte beisteuern konnte. Thüringen konnte in den letzten Minuten noch mal davon ziehen und das Spiel mit 70:62 für sich entscheiden.
Als Fazit blieb den Kölnern die Erkenntnis zwar verloren, aber gut mitgehalten zu haben. „Spiel eins nach Mustafa war deutlich besser als erwartet“, kommentierte Martin Otto die Leistung seines Teams. Angesichts der Tatsache, dass das Team erst seit wenigen Tagen ohne ihren ehemaligen Spielmacher ist, machte das Spiel des vergangenen Samstag Mut für die kommenden Aufgaben.
(Oliver Junggeburth)
