Köln (Behindertensport-News.de) – Nach vier Spielen gegen Mannschaften aus Italien, Bosnien-Herzegowina, Frankreich und aus der Türkei steht fest, dass die Saison nun endgültig für die 99ers zu Ende ist. Präsentiert hat sich aber das Team von Martin Otto kämpferisch. Zwar konnte lediglich ein Sieg eingefahren werden, jedoch wurden die Niederlagen gegen den Tabellenfünften aus Italien Amicacci Giulianova und den Tabellenzweiten Frankreichs Le Cannet erst in den letzten Sekunden besiegelt. Die Leistung der Kölner ging scheinbar auch nicht unter, denn Thomas Becker und Björn Lohmann wurden von allen Teams ins Allstar-Team gewählt. Zudem erhielten Michalis Stergiopoulos den Fairplay- Preis und Marina Mohnen wurde als „Beste Freiwurfschützin“ geehrt.
Gegen den Gastgeber aus Giulianova erwischten die Kölner einen guten Start. Mit einem denkbar knappen, aber auch etwas überraschenden Vorsprung von 25:24 ging es für die Kölner nach 20 gespielten Minuten in die Kabine. Zur Überraschung des Gegners zeigten die Kölner zu Beginn der zweiten Halbzeit teilweise sehr guten Basketball. „Die ersten 14 Minuten der zweiten Halbzeit waren die besten in einer zweiten Halbzeit seit langem“, freute sich Coach Martin Otto trotz der Niederlage. Defensiv glänzte das Team und ließ gegen einen starken Gegner nur 6 Punkte zu. Bis zum Ende des dritten Viertels erarbeiteten sich die Kölner eine 38:30-Führung, die dennoch aufgrund der verpassten Chancen einen leicht bitteren Beigeschmack hatte.
Im vierten Viertel wurde die
entscheidende Wende in der dritten Minute eingeleitet. Für Jaap Smid war, durch die frühe Foulbelastung bedingt, das Spiel mit seinem fünften Foul bereits früh zu Ende. Doch zunächst schien sich dies nicht sonderlich auszuwirken, denn vier Minuten vor Ende des Spiels lagen die 99ers noch mit 44:36 vorn. Doch in den letzten Minuten konnten sie nicht den sauberen Wurf finden. Hektik waltete in den Schlussminuten und Giulianova konnte sich Punkt für Punkt wieder heran kämpfen. Giulianova konnte mit schnellem Spiel eine Überzahlsituation schaffen und 10 Sekunden vor Ende der Partie mit 48:46 in Front gehen.
Die 99ers mussten sich damit abfinden 36 Minuten lang ein richtig gutes Spiel abgeliefert und dennoch verloren zu haben.
Im zweiten Spiel ging es dann gegen Gradacac aus Bosnien-Herzegowina. Die 99ers zeigten gegen die Bosnier ihr schwächstes Spiel, gewann jedoch relativ deutlich. Mit einer Ganzfeldpresse setzte man zunächst den unterlegenen Gegner unter Druck und erarbeitete sich viele Ballgewinne. Nach einer zwischenzeitlichen 12-Punkte-Führung wechselte
99ers Team nahm zum dritten Mal seit dem Aufstieg in die Bundesliga an der Euroleague teil.
(Oliver H. Junggeburth)


