"Abholz-Aktion" Nigerias nicht von Erfolg gekrönt: Deutschland gewinnt, Birgit Prinz gefrustet

von cloudmarketing | 30. Juni 2011 | Sport | 0 Kommentare

Frankfurt (BS-News) – Die WM der Birgit Prinz hätte es werden sollen, ihre letzten erfolgreichen Auftritt für die Deutsche Nationalmannschaft bei der Heim-WM im eigenen Land. Die Krönung ihrer zweifellos perfekten Karriere. Stattdessen hat die im Sternzeichen der Waage geborene 33 Jahre alte Frankfurterin, mehrfache Weltfußballerin des Jahres, mit dem Missfallen der Fans zu kämpfen. Ihre jugendliche Spritzigkeit ist inzwischen verflogen. Junge Spielerinnen wie Alexandra Popp oder Celia Okoyina da Mbabi nehmen jetzt die Rolle ein, die vor rund 15 Jahren Birgit Prinz selbst inne hatte. Schon vor der Weltmeisterschaft war klar – das werden die letzten Auftritte der Rekordnationalspielerin im Trikot Deutschlands. Die Krönung. Birgit Prinz ist eine Führungsspielerin, ist sich selbst die größte Kritikerin ist. Ein Star, der nach wie vor viele Gegenspielerinnen während einer Partie an sich bindet. Auch wenn Prinz längst nicht mehr die Torjägerin vergangener Zeiten ist. Die Aufgabe der Frankfurterin ist es inzwischen geworden, zu verteilen, zu koordinieren, den entscheidenden Pass zu spielen. So ist Birgit Prinz während der noch verbleibenden Spiele der Weltmeisterschaft als Kapitän eine wertvolle Mannschaft.

Die Tore schießen inzwischen andere. Gegen Nigeria war es die aus der Oberpfalz stammende Duisburgerin Simone Laudehr, die nach Vorleistungen ihrer Vereinskolleginnen Alexandra Popp und Inka Grings das erlösende Führungstor für Deutschland in der kampfbetonten Partie gegen Nigeria erzielte.Die Deutsche Mannschaft, die bereits früh die Verletzung von Melanie Behringer hinnehmen musste, hatte mit vielen Fehlentscheidungen der koreanischen Schiedsrichterin sowie der harten Gangart der Nigerianerinnen, aber auch dem Druck bei der Heim-Weltmeisterschaft zu kämpfen.

Nach gut fünfzig Minuten räumte Birgit Prinz das Feld, ihre Offensiv-Kollegin Inka Grings kam in die Partie. Nach der Halbzeitpause wechselte Deutschland das Ziel. Schön spielen war nicht mehr das Motto, auch die favorisierte Mannschaft packte die Ellbogen auf, zeigte Kampfgeist. Auch wenn die Schiedsrichterin nicht unbedingt Fingerspitzengefühl und ein Gespür für eine ausgewogene Schiedsrichterleistung an den Tag legte. Die Bundestrainerin ist jetzt mit viel Fingerspitzengefühl gefragt, wenn es um die Aufstellung und Besetzung der Frankreich-Elf geht. Ein Spiel, bei dem der Knoten platzt, wäre für Birgit Prinz aber auch die Deutsche Mannschaft bei dieser Weltmeisterschaft jetzt sehr wichtig.