Frechen (Behindertensport-News.de) – Zwar folgten im Sommer 2011 noch Erfolge auf dem Rad bei der Paracycling-DM und-WM, dennoch steht der Entschluss der „Bambi-Preisträgerin“ fest: „Ich musste mich nach 15 Jahren entscheiden: Entweder ich mache Profisport bis Sotschi 2014 – oder ich wähle den Berufseinstieg. Ich hatte viele gute Erlebnisse, deshalb ist es in Ordnung, wenn ich aufhöre“, sagte die DBS-Athletin.
Nach dem Abschluss ihres Studiums der Sprachwissenschaften und Pädagogik will sie sich als Personalberaterin etablieren. Zudem arbeitet sie für die Schulsportstiftung Baden-Württemberg bei der Integration behinderter Kinder in den Sportunterricht. „Mir fällt dieser Schritt schon schwer, ich habe mehr als ein halbes Leben Biathlon und Langlauf gemacht“, sagte Bentele. „Aber insgesamt fühlt sich die Entscheidung richtig an, auch wenn ein bisschen Wehmut dabei ist.“
Als Botschafterin des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) will sie sich künftig vor allem für den Nachwuchs einbringen. Das IPC hat Verena Bentele für den IPC Award nominiert, der im Rahmen der IPC General Versammlung in Peking (China) im kommenden Dezember verliehen wird. Neben Bentele stehen die russische Biathletin Wassiljewa Ljubow sowie die Alpinen Lauren Woolstencroft (Kanada), Henrieta Farkasowa (Slowakei) und Alana Nichols (USA) auf der Wahlliste.
(DBS)
