Sharjah (Behindertensport-News.de) – eine Silber- und drei Bronzemedaillen. Damit belegte das kleine deutsche Team hinter den Taiwanesen in der Medaillenwertung den zweiten Platz.
Jeweils Gold holte der amtierende Europameister Thomas Rau (27 Jahre, RSV Landkirchen, Wettkampfklasse 6) im Einzel und im Team an der Seite von Stephanie Grebe (WK 6, 24, BSG Neu- Münster). Außerdem gewann er in der offenen Klasse Bronze und gemeinsam mit Juliane Wolf (WK 8, 23 Jahre von der BSG Offenburg) Silber im Doppel.
Juliane Wolf gewann im Team an der Seite des Libanesen Tachjian Haroution Silber in der WK 8-10. Außerdem gewannen sie und Stephanie Grebe auch noch im Einzel Bronze.
Bundestrainer Wieland Speer (Heusenstamm) ist mit dem Auftreten seines Teams, den gezeigten Leistungen und der Medaillenausbeute sehr zufrieden. „Wir haben unser Ziel – Medaillen in allen Wettkampfklassen – erreicht. Leider waren die Wettbewerbe sowohl quantitativ als auch qualitativ nicht so stark besetzt. Hier muss der Verband IWAS (International Wheelchair & Amputee Sports Federation) in Zukunft bessere Anreize im Tischtennis schaffen. Durch die fehlenden Weltranglistenpunkte, fehlen von den besten Spielern doch viele. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle auch unserer Physiotherapeutin Jenny Klemann, die phasenweise auch als Coach erfolgreich aushelfen konnte, da sie selbst auch lizenzierte Trainerin ist. Ein Dank richtet sich auch an den Ausrichter in Sharjah, der in einer Form und Vielfalt Werbung betrieb, welches ich im Behindertensport noch nicht gesehen habe. Auch das Fernsehen war täglich vor Ort.“
Insgesamt nahmen 515 Sportler aus 50 Nationen bei den IWAS World Games 2011 in Sharjah (VAE) teil. Für das deutsche Tischtennisteam war es eine Premiere. Fünf weitere Sportarten wurden dort durchgeführt.
(Wieland Speer / DBS)
