München (Behindertensport-News.de) – Der feurig-kämpferische Rhythmus übertrug sich nicht nur auf die zahlreichen Zuschauer, denn die 99ers fanden auch zugleich ihren eigenen Spielrhythmus recht schnell. Nach dem 6:4 der Münchener durch Benjamin Ryklin in der dritten Minute nahm das Spiel der 99ers Fahrt auf.
In Person von Thomas Becker, der 12 der 16 Kölner Punkte im ersten Durchgang erzielte, fanden die 99ers die nötige Offensiv-Power um sich mit dem Playoff-Teilnehmer aus München messen zu können. Auch die Defensive der 99ers griff zugleich und erschwerte den Bayern nahezu jeden Wurf. Dies wurde auch im zweiten Viertel bestätigt.
Die 99ers ließen insgesamt bis zur Halbzeit lediglich 22 Punkte zu. Mit einem 10:2-Lauf mitten im zweiten Viertel konnten die 99ers einen elf Punkte Vorsprung erzielen. Dank eines Wurfes aus der Mitteldistanz von Jaap Smid 6 Sekunden vor Schluss, staunten die Zuschauer nicht schlecht als sie die Anzeigetafel erblickten. Mit 34:22 führten die Gastgeber zur Halbzeit.
Es war jedoch zu erwarten, dass die Münchener in der zweiten Halbzeit nochmals aufdrehen würden – hatten sie doch die Chance mit einem Sieg gegen Köln den Playoff-Einzug perfekt zu machen. Es offenbarte sich im dritten Viertel eine wahre Abwehrschlacht. In den ersten 7 Minuten fielen nur sechs Körbe und Köln führte durch die Punkte 11 und 12 für Jaap Smid noch zwei Minuten mit 40:32. Doch in der Folge kassierten die 99ers durch Unkonzentriertheiten einen 4:0-Lauf und München lag nur noch mit vier Punkten zurück.
Mit dem psychologischen Rückenwind dauerte es nicht lange bis im letzten Viertel die Münchener erstmals seit dem ersten Viertel die Führung zurück erlangten. Es entwickelte sich ein packendes Spiel in dem keine der Mannschaften klein beigab. Bis drei Minuten vor Ende battelte Köln um den Sieg, konnte sich jedoch nicht nochmal vor die Münchener schieben. Ein kurzer Einbruch zwei Minuten vor Schluss brachte dann die Vorentscheidung für die Münchner.
Der 8:0-Lauf der Münchner war dann doch des Guten zu viel, auch wenn Köln nochmal kurzzeitig auf drei Punkte heran kam. Die 99ers verabschiedeten sich zwar mit einer Niederlage, aber mit erhobenem Haupt sich von ihren Zuschauern und besonders herzlich von den treuen Fans der „TigerRollis“.
(Oliver H. Junggeburth)
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Viele Schüler hatten am „Tag des Rollstuhlbasketballs“ die Möglichkeit sich mit Ball und Rollstuhl auszuprobieren. (Foto: Gero Müller-Laschet)
Jaap Smid zeigte, wo es lang gehen sollte. (Foto: Gero Müller-Laschet)
