Dortmund (BS-News) – Linkshänderin Isabell Klein erlitt im EM-Qualifikationsspiel gegen Ungarn im linken Knie einen Riss des vorderen Kreuzbandes sowie des Meniskus’. Daran ließ eine MRT-Untersuchung in Trier keinen Zweifel mehr. Damit muss die deutsche Frauen-Nationalmannschaft nicht nur im Rückspiel an diesem Sonntag (Arena Trier, 15 Uhr), sondern auch in den nächsten Monaten ohne ihre Kapitänin auskommen.
„Das ist ein schwerer Schlag, aber wir müssen das als Mannschaft auffangen. Für Isi tut uns das sehr leid, aber wir werden am Sonntag auch für sie spielen”, sagte Bundestrainer Heine Jensen, der die 27-jährige Linkshänderin erst im Oktober als neue Spielführerin ausgewählt hatte. Jensen: „Das ist nicht nur für die Nationalmannschaft, sondern auch für den Buxtehuder SV ein sehr schlechte Nachricht. Wir wünschen Isi, dass sie möglichst schnell wieder zurückkehren kann.” Für Isabell Klein ist bereits Rechtsaußen Friederike Lütz (ebenfalls Buxtehuder SV) nachnominiert worden.
Bereits in der zehnten Minuten des Hinspiels schied Isabell Klein aus, als sie in der Bewegung einen Kontakt mit einer Gegenspielerin hatte und sich dabei das linke Knie verdrehte. „So eine schwere Verletzung ist mir bisher erspart geblieben”, sagte die Betriebswirtin. „Die Zeit, die jetzt auf mich zukommt, wird eine neue Erfahrung sein, auf die ich gern verzichtet hätte.”
„Eine Operation ist leider unumgänglich. Ich rechne mit einer Zwangspause von sechs bis neun Monaten”, sagte Mannschaftsarzt Dr. Matthias Klepsch. Damit gerät für Isabell Klein auch die mit der DHB-Auswahl angestrebte Teilnahme an der Europameisterschaft in den Niederlanden in Gefahr.
(DHB)
