Tennis: Atlanticlux Davis Cup Team Deutschland empfängt Australien in Hamburg

von cloudmarketing | 11. Juni 2012 | Sport | 0 Kommentare

Berlin (BS-News) – Mit Unterstützung der Freien und Hansestadt Hamburg findet vom 14. bis 16. September auf dem Center Court am Rothenbaum die Relegationspartie zwischen dem Atlanticlux Davis Cup Team Deutschland und Australien statt. Als Belag hat sich Teamchef Patrik Kühnen für Sand entschieden.

„Ich freue mich, dass wir nach so langer Zeit wieder in Hamburg spielen“, so Kühnen. „Tennis hat in der Hansestadt eine lange Tradition und einen großen Stellenwert. Hier findet schließlich nach wie vor das hochwertigste deutsche ATP-Turnier statt. Ich hoffe, dass uns die fachkundigen Tennisfans am Rothenbaum ebenso zahlreich wie lautstark unterstützen, denn es geht gegen einen starken Gegner und um den Klassenerhalt.“

Mit 1:4 hatte die deutsche Herrentennis-Nationalmannschaft im Februar ihre Erstrundenpartie gegen Argentinien verloren und benötigt nun einen Sieg, um auch 2013 wieder zu jenen 16 Nationen zu gehören, die in der Weltgruppe den Davis Cup unter sich ausmachen. Für Australien geht es in Hamburg darum, erstmals seit 2007 wieder erstklassig zu werden. Der 28malige Davis Cup Sieger aus „Down Under“ hatte sich vor fünf Jahren mit einer 1:4-Niederlage in Serbien aus der Weltgruppe verabschieden müssen und seitdem vergeblich versucht, den Wiederaufstieg zu schaffen. In diesem Jahr feierte die Mannschaft von Teamchef Patrick Rafter in der Asien-/Ozeanien-Gruppe 1 zwei souveräne 5:0-Erfolge über China sowie die Republik Korea und qualifizierte sich damit für die Relegation im September. Zum Einsatz kamen dabei unter anderem der Weltranglisten- 29. 

Bernard Tomic sowie der ehemalige Weltranglisten-Erste und Wimbledon- sowie US- Open-Sieger Lleyton Hewitt.

„Ich gehe davon aus, dass Australien mit dem bestmöglichen Team anreisen wird“, betont Patrik Kühnen. „Ich erwarte eine enge, hart umkämpfte Partie. Wenn wir den Klassenerhalt schaffen wollen, müssen wir uns auf unsere Stärken besinnen und alles geben. Und genau das werden wir tun.“

Deutschland und Australien haben sich in der über 100jährigen Davis Cup Geschichte bislang sechs Mal gegenüber gestanden. Zwei deutschen Siegen stehen vier Niederlagen gegenüber. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Tennisnationen fand im April 2000 in Adelaide statt. Damals waren es die Australier, die sich im Viertelfinale der Weltgruppe mit 3:2 behaupten konnten. Der letzte deutsche Sieg liegt bereits 19 Jahre zurück. 

Im Dezember 1993 gewannen Michael Stich, Marc-Kevin Goellner, Patrik Kühnen und Charly Steeb in Düsseldorf das Davis Cup Finale gegen Australien mit 4:1 und sicherten Deutschland damit nach 1988 und 1989 zum dritten Mal den Titel.

Porsche Team Deutschland muss nach Frankreich

Das Porsche Team Deutschland startet mit einem Auswärtsspiel in Frankreich in die nächste Fed Cup Saison. Das hat die Auslosung der Weltgruppe II am Rande der French Open in Paris ergeben. Die Partie wird am 9. und 10. Februar 2013 gespielt. Der Austragungsort sowie der Belag sind noch unbekannt.

„Wir wollen aufsteigen, das ist unser Ziel. Dafür müssen wir gewinnen, egal wo und gegen wen“, so Teamchefin Barbara Rittner über das Los. „Bis es aber soweit ist, vergeht noch viel Zeit. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Partie.“

Sechsmal haben sich Deutschland und Frankreich in der Fed Cup Geschichte bislang gegenübergestanden. Zwei deutschen Siegen stehen vier Niederlagen gegenüber. Das letzte Aufeinandertreffen zwischen den beiden Tennisnationen gab es vor zwei Jahren in Frankfurt am Main. Im April 2010 hatte sich die Mannschaft von Barbara Rittner ohne die Verletzten Sabine Lisicki und Anna-Lena Grönefeld mit 2:3 geschlagen geben müssen.

Das Porsche Team Deutschland belegt im aktuellen Fed Cup Nationenranking Platz zehn, Frankreich ist auf Position 16 zu finden.

Kerber in Paris unter den besten Acht

Hamburg – Angelique Kerber (M2Beauté Ratingen) hat in Roland Garros den erneuten Einzug in ein Grand Slam Halbfinale verpasst. Nach vier Siegen in Folge unterlag die Kielerin vom Porsche Team Deutschland der Italienerin Sara Errani nach einer Stunde und 39 Minuten mit 3:6, 6:7 (2:7). Trotz der Niederlage darf sich Kerber über ihren bislang erfolgreichsten Auftritt bei den French Open freuen.

„Natürlich bin ich enttäuscht, das Halbfinale nicht erreicht zu haben. Im Endeffekt habe ich aber gezeigt, dass ich auch auf Sand in ein Grand Slam Viertelfinale kommen kann. Mein Ziel war die zweite Woche und das habe ich geschafft“, so die 24 Jahre alte Norddeutsche, die auf dem Weg in das Viertelfinale Shuai Zhang aus China, die Weißrussin Olga Govortsova, die an Nummer 18 gesetzte Flavia Pennetta aus Italien und Petra Martic aus Kroatien hinter sich gelassen hatte.

In ihrem fünften Match erwischte Angelique Kerber gegen die italienische Sandplatzspezialistin Sara Errani einen unglücklichen Start und musste gleich zu Beginn ihr erstes Aufschlagspiel abgeben. Die gebürtige Bremerin blieb mit ihrer Gegnerin anschließend zwar auf Tuchfühlung, konnte sich aber keinen Breakball erspielen und verlor beim Spielstand von 3:5 ein weiteres Mal ihren Service.

Besser lief es für Deutschlands Nummer eins im zweiten Durchgang. Hier ging sie viermal mit einem Break in Führung, schlug zweimal zum Satzausgleich auf und erspielte sich sogar zwei Satzbälle, die sie aber nicht nutzen konnte. So musste sich Kerber letztlich im Tiebreak geschlagen geben und die Hoffnung auf ihr zweites Grand Slam Halbfinale nach den US Open 2011 begraben. „Sie hat ein unglaubliches Match gespielt“, so das Fazit von Kerber. „In den wichtigen Momenten war sie mutiger und aggressiver als ich. Ich habe zu defensiv gespielt und den Ball einfach nur rübergeschoben.“

Bei den Herren war drei Tage zuvor mit Tommy Haas der letzte Deutsche in der dritten Runde ausgeschieden. Nach fünf Siegen in Folge gewann gebürtige Hamburger, der sich über die Umweg der Qualifikation in das Hauptfeld gespielt hatte, gegen den an Nummer 17 gesetzten Richard Gasquet zwar den ersten Durchgang, war gegen den mit zunehmender Zeit immer stärker aufspielenden Franzosen letztlich aber chancenlos. Haas verlor die Partie nach zwei Stunden und 25 Minuten mit 7:6 (7:3), 3:6, 0:6, 0:6.

Tipsarevic und Monaco führen Teilnehmerfeld in Stuttgart an

Janko Tipsarevic und Juan Monaco heißen die Topfavoriten beim MercedesCup vom 7. bis 15. Juli in Stuttgart. Neben dem Weltranglisten-Achten aus Serbien und dem sieben Positionen dahinter platzierten Argentinier zählen auch Bernard Tomic (ATP 29) aus Australien, der Russe Mikhail Youzhny (ATP 31) und Vorjahresfinalist Pablo Andujar aus Spanien (ATP 36) zum Kreis der heißesten Anwärter auf den Titel.

Besonders im Fokus steht bei der württembergischen ATP-Sandplatzveranstaltung aber ein anderer: Tommy Haas feiert beim MercedesCup nach zwölf Jahren Abstinenz sein Comeback. 1999 hatte der gebürtige Hamburger bereits das Finale am Stuttgarter Weissenhof erreicht und bei einer 2:0-Satzführung und 5:4 bei eigenem Aufschlag bereits eine Hand am Lenkrad des Siegerfahrzeugs, als das Match plötzlich kippte und Magnus Norman aus Schweden am Ende derjenige war, der sich als lächelnder Sieger den Fotografen präsentieren konnte. 

„Es ist zwar schon einige Zeit her, aber an dieses Match kann ich mich noch genau erinnern. Magnus Norman hat den Sieg voll ausgekostet und ist gleich beim nächsten Turnier mit dem Mercedes-Benz vorgefahren. Mittlerweile habe ich diese Niederlage jedoch abgehakt und freue mich, dass ich erstmals nach zwölf Jahren wieder auf dem Weissenhof spielen werde. Ich fühle mich gut und werde versuchen, noch einmal in den Kampf um das Siegerfahrzeug einzugreifen“, so Haas.

Mit großen Ambitionen kommt auch Lokalmatador Cedrik-Marcel Stebe zurück auf den Killesberg, wo er im Vorjahr sensationell das Viertelfinale erreichte. „Die Stimmung bei meinen Matches auf dem Center Court war großartig. Das möchte ich in diesem Jahr so lange wie möglich genießen“, hat sich der 21jährige aus Vaihingen-Enz, der zusammen mit Tommy Haas, Tobias Kamke und Philipp Petzschner die deutschen Farben in Stuttgart vertreten wird.

Mayer gewinnt Challenger-Turnier in Tschechien

Florian Mayer hat sich bei dem mit 106.500 Euro dotierten Sandplatzturnier der ATP Challenger Tour im tschechischen Prostejov den Titel gesichert. Der gebürtige Bayreuther, der hinter Fernando Verdasco aus Spanien und dem Tschechen Radek Stepanek als Nummer drei der Setzliste in den Wettbewerb gestartet war, setzte sich im Finale mit 7:6 (7:1), 3:6, 7:6 (7:3) gegen Jan Hajek aus Tschechien durch.

Auf dem Weg zu seinem zehnten Challenger-Titel hatte die bayerische Nummer 35 der Welt zuvor Jerzy Janowicz aus Polen, den an Position sechs gesetzten Sandplatzspezialisten Albert Montanes aus Spanien, Wayne Odesnik aus den USA und den Tschechen Lukas Rosol bezwungen. Als Lohn für seinen Triumph in Prostejov erhielt Mayer 15.300 Euro Preisgeld und 125 Punkte für die Weltrangliste.

Becker siegt in Nottingham

Benjamin Becker hat in Nottingham seinen ersten internationalen Titel in der laufenden Saison gewonnen. Nachdem der 30 Jahre alte Orscholzer auf seinem Weg in das Finale der mit 64.00 Euro dotierten Rasenveranstaltung der ATP Challenger Tour dreimal über die volle Distanz gegangen war, musste er im Endspiel erneut in die Verlängerung und hatte auch hier das bessere Ende für sich. Mit 4:6, 6:1, 6:4 besiegte Becker den an Nummer vier gesetzten Russen Dmitry Tursunov und sicherte sich damit 9.200 Euro Preisgeld und 90 Weltranglistenpunkte.

Seinen letzten internationalen Titel hatte Benjamin Becker in  ́s-Hertogenbosch gefeiert, als er im Juni 2009 als Qualifikant die niederländische Rasenveranstaltung der ATP World Tour gewinnen konnte. 2012 hatte der Weltranglisten-157. vor seinem erfolgreichen Auftritt in Nottingham bereits zweimal ein Halbfinale erreicht. Sowohl beim Challenger-Turnier in Bergamo als auch bei der ATP-Hartplatzveranstaltung in Memphis war ihm der Einzug in das Endspiel anschließend jedoch verwehrt geblieben.

HEAD German Masters Series: Kavcic holt Titel in Fürth

Blaz Kavcic heißt der Gewinner der Franken Challenge in Fürth. Der an Nummer zwei gesetzte Slowene gewann das Finale des mit 30.000 Euro dotierten Challenger-Turniers der HEAD German Masters Series mit 6:3, 2:6, 6:2 gegen Topfavorit Sergiy Stakhovsky aus der Ukraine. Stakhovsky war zuvor mit einem 7:5, 6:3 über den Spanier Arnau Brugues-Davi in das Endspiel eingezogen, Kavcic hatte im Halbfinale Maxim Teixeira aus Frankreich 6:1, 6:3 besiegt.

Bester Deutscher in Fürth war Simon Greul. Der 31 Jahre alte Stuttgarter hatte nach Siegen gegen den Qualifikanten Marc Sieber sowie den an Nummer drei gesetzten Matthias Bachinger das Viertelfinale erreicht, musste dann jedoch Brugues-Davi den Vortritt lassen.

Der Titel im Doppel ging bei der diesjährigen Franken Challenge an die Ungesetzten Joao Sousa und Arnau Brugues-Davi. Das Duo aus Portugal und Spanien bezwang im Finale die an Nummer zwei gesetzten Rameez Junaid aus Australien und Purav Raja aus Indien mit 7:5, 6:7 (4:7), 11:9.

HEAD German Masters Series: Berlocq kommt nach Braunschweig

Nach dem ehemaligen Weltranglisten-Fünften Tommy Robredo aus Spanien hat sich mit Carlos Berlocq ein weiterer Topspieler bei den Sparkassen Open vom 29. Juni bis 7. Juli angekündigt. Für die argentinische Nummer 37 der Welt ist es bereits der dritte Start bei der mit 150.000 US-Dollar dotierten Challenger-Veranstaltung der HEAD German Masters Series in Braunschweig.

„Wir sind sehr glücklich, einen erstklassigen Sandplatzspezialisten aus den Top 40 der Weltrangliste in Braunschweig zu begrüßen. Aufgrund des Reglements der ATP dürfen Spieler aus den ersten 50 nur mit einer Wildcard bei Challenger-Turnieren antreten“, erklärt Michael Stich, Turnierdirektor der Sparkassen Open.

Bereits in den Jahren 2005 und 2008 hatte Carlos Berlocq sein Können auf der Anlage des Braunschweiger Tennis- und Hockey-Clubs (BTHC) gezeigt. Bei seiner Premiere erreichte der Südamerikaner das Achtelfinale, wo er Potito Starace aus Italien unterlag. Drei Jahre später schaffte er den Einzug in die Runde der besten Acht und musste sich dort dem Spanier Pablo Andujar geschlagen geben. 

Der 29jährige aus Buenos Aires ist bereits seit zehn Jahren als Profi auf der Tour unterwegs und darf sich derzeit über die beste Weltranglistenplatzierung seiner Karriere freuen. In der laufenden Saison erreichte Berlocq unter anderem das Finale beim ATP-Sandplatzturnier im chilenischen Vina del Mar.

Eintrittskarten für die Sparkassen Open sind telefonisch unter 0531 16606 sowie im Internet auf www.ticketmaster.de erhältlich.

Zander unter den besten Vier in Sarajevo

Nina Zander (Blau-Weiß Halle) hat bei den Sarajevo Ladies Open das Halbfinale erreicht. 

Nachdem die 22 Jahre alte Pyrbaumerin auf dem Weg in die Vorschlussrunde Vivienne Vierin aus Italien, die Serbin Barbara Bonic und Tereza Malikova aus Tschechien jeweils souverän in zwei Sätzen besiegt hatte, verpasste sie den Einzug in das Finale der mit 10.000 US-Dollar dotierten ITF-Sandplatzveranstaltung durch ein 1:6, 6:4, 3:6 gegen Camelia-Elena Hristea aus Rumänien.

Der Einzug in die Runde der besten Vier war das bislang beste Resultat von Nina Zander auf dem ITF Pro Circuit 2012. Ihre letzte Halbfinalteilnahme liegt knapp zehn Monate zurück. Im August 2011 war ihr beim ITF-Turnier der HEAD German Masters Series in Versmold der Einzug in das Endspiel ebenfalls verwehrt geblieben.

1. Damen-Tennisbundesliga: Deutscher Meistertitel geht nach Bocholt

Der TC WattExtra Bocholt ist neuer deutscher Mannschaftmeister der Damen. Nachdem sich das Team vom Niederrhein in den beiden Jahren zuvor jeweils mit Platz zwei zufrieden geben musste, durften sich die Damen von Kapitän Hartmut Bielefeld dieses Mal endlich über den Gewinn der deutschen Meisterschaft freuen. Ausschlaggebend war ein 5:4-Heimerfolg am letzten Spieltag gegen M2Beauté Ratingen.

Im Gleichschritt waren Ratingen und Bocholt durch die Saison marschiert, hatten sich dabei keine Blöße gegeben und so dafür gesorgt, dass die Entscheidung um den Titel erst am letzten Spieltag fiel. Nachdem sich beide Teams die Punkte in den Einzeln geteilt hatten, konnte M2Beauté Ratingen zwar zwischenzeitlich mit 4:3 in Führung gehen, musste den Sieg aber schließlich doch hergeben. 

Für die Entscheidung zugunsten des TC WattExtra Bocholt sorgten die Tschechin Klara Zakopalova und Irina Camelia Begu aus Rumänien mit ihrem 6:4, 6:4 im ersten Doppel gegen Kristina Barrois und Greta Arn sowie Anna-Lena Grönefeld und die Niederländerin Nicole Thyssen, die sich im dritten Doppel mit 7:5, 6:2 gegen Nicola Geuer und Olga Brozda aus Polen durchsetzen konnten.

Während es in Bocholt um die deutsche Meisterschaft ging, fiel in Stuttgart die Entscheidung um den Klassenerhalt. Mit 9:0 gewann der gastgebende TEC Waldau das Abstiegsduell am letzten Spieltag gegen den TC Rüppurr Karlsruhe, feierte damit seinen ersten Saisonsieg und schob sich noch vorbei an den Konkurrentinnen aus Baden auf den vorletzten Tabellenplatz. Die Damen des TEC Waldau Stuttgart starten damit auch im nächsten Jahr wieder in der 1. Damen-Tennisbundesliga, während der TC Rüppurr Karlsruhe als Tabellenschlusslicht absteigt.

Die dritte Partie des letzten Spieltags gewann ETUF Essen beim TC ZWS Moers 08 mit 6:3. Essen beendet die Saison auf Platz drei, Moers eine Position dahinter auf Rang vier.

Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.damen-tennisbundesliga.de.

Beck triumphiert in Roland Garros

Annika Beck (RTHC Bayer Leverkusen) vom Porsche Talentteam Deutschland hat die Roland Garros Junior Championships in Paris gewonnen. Nachdem die 18 Jahre alte Bonnerin auf dem Weg in das Finale keinen Satz abgegeben hatte, verlor sie gegen Anna Schmiedlova aus der Slowakei zwar den ersten Durchgang, sicherte sich aber schließlich nach zwei Stunden und neun Minuten mit 3:6, 7:5, 6:3 den Titel. 

Beck ist damit die erste deutsche Gewinnerin des French Open Juniorinnen-Wettbewerbs seit 2003. Damals hatte sich Anna-Lena Grönefeld im Endspiel mit 6:4, 6:4 gegen die Russin Vera Dushevina durchgesetzt.

Nicht nur für Annika Beck hat sich die Reise in die französische Hauptstadt gelohnt, auch die zweite Porsche Talentteam Deutschland Spielerin wusste am Bois de Boulogne zu überzeugen.

Antonia Lottner (ZWS Moers 08) meisterte zunächst die Qualifikation, startete dann mit einem überraschenden 6:2, 6:1 gegen die russische Weltranglisten-Fünfte Irina Khromacheva in das Hauptfeld und spielte sich anschließend bis vor in das Halbfinale.

Dort unterlag die 15jährige vom Niederrhein nach sechs Siegen in Folge Anna Schmiedlova mit 5:7, 1:6 und verpasste damit ein rein deutsches Finale.

Halbfinalteilnahme von Reimchen in Kirgisistan

Anastasia Reimchen hat beim ITF-Jugendturnier in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek den Sprung in die Runde der besten Vier geschafft. Das 16 Jahre alte deutsche Nachwuchstalent setzte sich im Viertelfinale mit 3:6, 6:4, 6:3 gegen Asiya Dair aus Kasachstan durch, musste den Platz im Endspiel dann jedoch Arina Folts überlassen. Mit 3:6, 2:6 unterlag Reimchen der topgesetzten Usbekin und verpasste damit ihr erstes internationales Finale in der laufenden Saison.

Sowohl im Januar in Doha als auch im April in Nottingham hatte Reimchen bereits die Vorschlussrunde bei einem ITF-Turnier erreicht, das Spiel um Einzug in das Finale jedoch jeweils verloren.

Ellerbrock im Doppel-Finale von Roland Garros

Hamburg – Sabine Ellerbrock hat bei den French Open in Paris das Finale des Rollstuhltennis-Doppelwettbewerbs erreicht. Nachdem die Weltranglisten-Vierte aus Bielefeld und die Japanerin Yui Kamiji im Halbfinale einen überraschend deutlichen 6:3, 6:2-Erfolg über die Topgesetzten Annick Sevenans aus Belgien und Sharon Walraven aus den Niederlanden gefeiert hatten, blieb ihnen der Titel anschließend jedoch verwehrt. 

Den sicherten sich die an Nummer zwei gesetzten Niederländerinnen Marjolein Buis und Esther Vergeer, denen das deutsch-japanische Duo im Endspiel mit 0:6, 1:6 unterlag.

Im Einzel war Ellerbrock zuvor im Viertelfinale ausgeschieden. Beim 0:6, 3:6 gegen die in der Weltrangliste eine Position vor ihr platzierte Jiske Griffioen hatte Deutschlands Nummer eins aber nicht nur mit ihrer Gegnerin, sondern vor allem mit einer Infektion des rechten Auges und erheblichen Sehproblemen zu kämpfen. 

Dank der Hilfe einer Pariser Augenklinik konnte die 36 Jahre alte Westfälin das Turnier jedoch fortsetzen.

(DTB)